15. Dezember 2016 Allgemein / Hospitality Projects News @de / Interior Design News / Newsroom

Behaglichkeit in Perfektion

Eines meiner aktuellen Projekte ist die Renovierung des Kurhotels und der Privat-Klinik Im Park in Schinznach-Bad. Die Rehabilitationsklinik bietet ihren Gästen eine ausgezeichnete medizinische Betreuung, die Anwendung modernster Diagnostik und Therapie und ein erfahrenes Team aus spezialisierten Ärzten und Therapeuten. Die Räumlichkeiten befinden sich in einem wunderschönen historischen Gebäude, das teilweise aus der Gründerzeit und dem Klassizismus stammt. Das Kurhotel und die Privat-Klinik sind von einem mehr als 50 Hektar grossen Park umgeben, haben die stärkste und ausgewogenste Schwefelquelle der Schweiz und bieten damit einen Ort der Ruhe und Erholung.

Wie kann dem Kurhotel und der Privat-Klinik Im Park der Charakter eines Hotels gegeben und gleichzeitig den Gästen und Mitarbeitern die volle Funktionalität einer Klinik geboten werden?  

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Für eine erfolgreiche Innenarchitektur ist es wichtig im Vorfeld detailliert zu analysieren welche Ansprüche mit dem neuen Design erfüllt werden sollen. Zum einen müssen die Bedürfnisse und Funktionalitäten der Gäste die gerade operiert wurden als auch der Gäste die einen längeren Aufenthalt im Kurhotel verbringen berücksichtigt werden und zum anderen auch die der Mitarbeiter. Denn gute Innenarchitektur muss mehr können als nur gut auszusehen.

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Eine der Herausforderungen bei einem Kurhotel besteht in den höheren Ansprüchen und Anforderungen, die an die Materialien gestellt werden. In den Therapieräumen müssen die Materialien für die Böden und Möbel strapazierfähig, feuchtigkeitsresistent und einfach zum reinigen sein. Die Gästezimmer hingegen müssen die Vorzüge und Ästhetik eines Hotelzimmers und gleichzeitig die volle Funktionalität eines Klinikzimmers bieten. In der Lobby liegt der Hauptfokus auf der Behaglichkeit und gleichzeitig muss sie überall rollstuhlgängig sein.

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Durch die eingeschränkte Mobilität verbringen die Gäste den grössten Teil Ihres Aufenthaltes in den Räumlichkeiten des Kurhotels. Diese Herausforderung, keine Langeweile aufkommen zu lassen, kennt bestimmt jeder Hotelier sehr gut. Um diese Herausforderung bestens zu meistern setzt das Kurhotel in Schinznach-Bad auf viel Abwechslung und einen hohen Wert an Behaglichkeit, damit sich die Gäste während Ihres gesamten Aufenthaltes wohl fühlen. So können die Gäste beispielsweise jeden Nachmittag Kaffee und Kuchen geniessen, während ein Pianist auf dem Piano spielt.

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Die Lobby ist sehr geräumig. Sie offeriert den Gästen eine Vielzahl verschiedener Angebote wie einen Fernseh- und Billardraum, ein Spielzimmer, ein Piano, ein Fumoir, eine gut bestückte Bibliothek, die Rezeption und eine Cafeteria.

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Mein Ziel war es die Lobby so zu gestalten, dass sie Behaglichkeit und hohe Wertigkeit ausstrahlt, gleichzeitig aber auch modern und ästhetisch ist. Dies wurde durch die hochstehende Möbelauswahl und die qualitativ hochwertigen Materialien erreicht. Die schlichte klassizistische Architektur des Gebäudes wird durch die zurückhaltende, harmonisch ausbalancierte Materialisierung betont. Bei der Möblierung der Lobby wurde auf warme Erdtöne und natürliche Materialien wie Holz gesetzt. Ausgewählte Designerstücke wie Leuchten von Tom Dixon, Sofas von Minotti und Hochtische von Riva setzen moderne Akzente. Das Zusammenspiel der verschiedenen Kontraste antik und modern, hell und dunkel wurde gezielt ausgewählt, um die Architektur des Gebäudes auch in der Lobby in Szene zu setzten und widerzuspiegeln.

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Fazit

Kurhotels bieten mit Ihrer bestehenden Infrastruktur in den meisten Fällen bereits das Umfeld und die Attraktivität für Gäste aus dem In- und Ausland, die nach Ruhe, Erholung und medizinischen Behandlungen suchen. Die Schweiz wird auch für ausländische Patienten und Gäste immer attraktiver, da sie eine hervorragende medizinische Betreuung, eine intakte Natur zur Erholung und politische Stabilität bietet. Mit der richtigen Innenarchitektur kann ein Kurhotel sich neue Gästegruppen erschliessen und bestehende Gästegruppen ausbauen.

Den Originalartikel lesen Sie hier

 

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