13. Mai 2016 Allgemein / Design News @de / Hospitality Projects News @de / Interior Design News / Newsroom

Wahre Swissness – mehr als Schokolade, Käse und Berge!

Für meinen Beruf als Innenarchitekt muss ich innovativ, kreativ, analytisch,  konzeptionell, sowohl inspirierend als auch inspiriert, konstruktiv denkend und aufgeschlossen für Neues sein. Und genau so, liebe Leser, soll auch meine Kolumne sein. Ich freue mich auf einen spannenden und interessanten Gedankenaustausch.

Die Ware Swissness

Swissness ist der allumfassende Begriff für die positiven Eigenschaften der Schweiz. Mit dem Begriff Swissness vermarktet sich die Schweiz vor allem im Ausland. Immer häufiger wird die Marke Schweiz für die Gewinnung neuer Gästegruppen aus der ganzen Welt in der Hotellerie eingesetzt. Überraschenderweise findet man in vielen Hotels allerdings nur die bekannten Assoziationen mit der Schweiz: Schokolade, Käse, Berge, Hirschgeweihe, Heidi und viel Holz. Aber wie unterscheidet sich Swissness vom Alpinen Stil? Wie wäre es die Hotelgäste auch mal mit unbekannten Geschichten, die es wirklich nur in der Schweiz gibt zu überraschen und damit unvergessliche Erinnerungen und Erlebnisse zu erschaffen. Erinnerungen an ein Hotel, das die Gäste ihren Freunden empfehlen und in das sie sehr gerne zurück kommen werden. 

Die wahre Swissness

Die aktuellen Trends in der Hotellerie zeigen das Hotels mit einem Gesamtkonzept, das die Einzigartigkeit der Stadt und Region widerspiegelt, immer häufiger von Hotelgästen gesucht und gebucht werden. Fast alle grossen Hotelketten haben mittlerweile eine eigene Lifestyle- oder Boutique-Hotelmarke, wie die Marriott-Lifestyle-Marke Moxy, die Radisson Red Hotels oder die Andaz Hotels by Hyatt. Boutique-Hotelketten wie 25hours Hotels, Ruby Hotels und Mama Shelter haben sich erfolgreich darauf spezialisiert dem Gast ein unverwechselbares Erlebnis zu bieten. Alle diese Hotelketten haben erkannt, dass der Hotelgast aufgrund der heutigen Globalisierung das Individuelle sucht. Der Trend ein Land mit all seinen Facetten zu erleben und etwas Einzigartiges bei seinem Besuch zu erkunden, lässt sich auf hervorragende Weise in der Schweizer Hotellerie umsetzen. Die Schweiz bietet viele Geschichten, Traditionen und Handwerkskunst, die weltweit ihresgleichen suchen –  genau das ist die wahre Swissness.  

So fertigt beispielsweise die Silberschmiede Wenk auch heute noch in traditioneller Handarbeit Trachten- und Filigranschmuck, wie die Sennenuhrkette für die Appenzeller und die Toggenburger Männertracht. Ein anderes Handwerk mit jahrhundertealter Geschichte sind die  St. Galler Stickereien. Um 1910 stellte St. Gallen 50 Prozent der weltweiten  Stickereierzeugnisse her. Selbst heute sind die St. Galler Spitzen ein beliebtes Ausgangsmaterial für Kreationen der Pariser Haute Couture. Die filigranen Muster könnten auf unverwechselbare Weise vielseitig und innovativ in einem Hotel eingesetzt werden, beispielsweise als Lichtprojektionen, mit denen die Gäste in der Lobby begrüsst werden, als Tattoos auf Holz- oder Steintresen am Empfang oder in der Bar oder neu interpretiert als Bilder in den Hotelzimmern. Dies sind nur einige Beispiele dafür wie Schweizer Traditionen in der Hotellerie verwendet werden können und wie man die Swissness erlebbar machen kann.

Fazit

Die Kunst liegt heutzutage darin, die verborgenen Schätze zu finden. Sie präzise und auf moderne Weise zu interpretieren, zu neuem Leben zu erwecken oder auf spannende Art zu erzählen. Wenn das in einem Hotelkonzept erfolgreich umgesetzt werden kann erschliesst sich dem Gast eine Welt voller neuer Erlebnisse, an die er sich gerne erinnern wird. In der Schweiz gibt es noch viele wunderschöne Hotels, die darauf warten aus ihrem Dornröschenschlaf der Gleichheit und Einheitlichkeit geweckt zu werden. Herzlichst Ihr Karsten Schmidt-Hoensdorf

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