19. July 2016 Allgemein @en / Design News / Hospitality Projects News / Newsroom

Silk, wool, bast … what means environmentally sustainable hotel?

This article was only published in German.

Seide, Wolle, Bast …

Ökologisch, alternativ, grün, naturbewusst, umweltbewusst, umweltfreundlich, umweltschonend, nachhaltig oder umweltverträglich – es lassen sich viele Synonyme für ökologische Hotels finden, aber was genau bedeutet ökologisch und welche Hotels setzen das bereits heute ganzheitlich um?

Im Mai hatte ich die Möglichkeit das nach ökologischen Grundsätzen errichtete 5-Sterne-Designhotel vigilius mountain resort in Südtirol persönlich zu besuchen und mich von dem ganzheitlichen nachhaltigen Konzept zu überzeugen. Es vereint auf einzigartige Weise Modernität, Nachhaltigkeit, Design und Gastfreundschaft. Schon der erste Besuch auf der Website war inspirierend und frisch. Das Hotel ist: „Eine Insel in den Bergen, ein Holzhaus der Moderne, ein international und national mehrfach ausgezeichnetes 5-Sterne-Designhotel, das Sehnsüchte stillt – nach Werten, die in unserer Zeit immer wichtiger werden.“

Das wachsende Bewusstsein einer Verantwortung für unsere Erde und den Klimawandel beeinflusst zunehmend auch den Tourismus und die Reisebranche inklusive der Hotels. Es ist das Bedürfnis einer rasant steigenden Anzahl Menschen einen aktiven Beitrag zur Erhaltung oder Rückgewinnung einer lebenswerten, gesunden Umwelt zu leisten.

Vor 13 Jahren hatte der visionäre südtiroler Unternehmer Ulrich Ladurner die Vision einen Ort zu schaffen, bei dem die Natur das Vorbild ist und an dem sich die Sehnsüchte unserer Zeit – Ruhe, Einfachheit, Musse – erfüllen. Mit dem italienischen Architekten Mattheo Thun ist ihm die Umsetzung dieser Vision mit dem vigilius mountain resort in der Nähe Meran’s eindrücklich gelungen. Dabei lag der Fokus immer auf der Natur: „Das vigilius mountain resort sollte zu einem Refugium werden, in dem sich die Natur – und nicht der Mensch als „Erschaffer“ – verwirklicht.“ Oder wie Mattheo Thun formulierte: Eco not Ego.

Das Thema Nachhaltigkeit in seiner baulichen Bandbreite begleitet mich bereits seit vielen Jahren und entwickelt sich immer mehr zu einem wichtigen Kriterium bei meiner täglichen Arbeit: Dies nicht als Muss sondern als starke, ehrliche und rundum positive Motivation für mich und auch ganz besonders meine mehrheitlich jungen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Seit einer Reise nach Indien vor 10 Jahren habe ich mich aktiv mit dem Thema Nachhaltigkeit in der Hotellerie auseinandergesetzt und beschäftigt. Es war beeindruckend und verblüffend zu erleben, wie nachhaltig Hotels in Südindien geführt waren: Ich hatte für meine ausgedehnte Rundreise bewusst kleinere und mittlere Betriebe mit indischer Besitzerschaft gebucht. Sie haben bereits damals konsequent das ganze Konzept der Hotels auf die Schonung der Umwelt und das Nutzen natürlicher Resourcen ausgelegt. Angefangen bei der Regen- und Abwasser -aufbereitung, über die Nutzung natürlicher lokaler Baustoffe, Stromerzeugung durch Biomassengärung und Sonnenkollektoren, bis hin zur regionalen Küche inklusive eigener Kräuter- und Gemüsegärten. Damals festigte sich der Gedanke bei mir: Wenn das in Indien möglich ist, müsste es doch auch in der Schweiz möglich sein, Hotels nach ökologischen Standards und mit einem nachhaltigen Konzept zu bauen. Die Schweiz bietet dafür die perfekten Grundvoraussetzungen wie eine intakte, wunderschöne Natur, hervorragend ausgebildete Ingenieure und Architekten, eine weltweit bewunderte Infrastruktur und Vieles mehr.

Fazit

Ich bin überzeugt, ökologisch bedeutet schon lange nicht mehr nur Seide, Wolle, Bast sondern lässt sich modern und zeitgemäss in jeder Kategorie der Hotellerie umsetzen. In der kommenden Sonderausgabe des Hoteliers zum Thema Architektur und Design werde ich mich mit den wichtigsten Fragen zur Ökologie im Tourismus auseinandersetzen.

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